E-Book-Dateiformate erklärt: EPUB, MOBI, AZW3, FB2, PDF, TXT

Laden Sie ein paar E-Books herunter, und Sie stoßen schnell auf einen verwirrenden Buchstabensalat: EPUB, MOBI, AZW3, FB2, PDF, TXT. Den Unterschied zu kennen erspart Ihnen das klassische „Diese Datei öffnet sich nicht” und hilft, die richtige Fassung eines Buches zu wählen. Dieser Leitfaden erklärt die sechs gängigen Formate: woher sie kommen, worin sie gut sind, wo sie schwächeln und welche Apps sie öffnen.

Ein schnelles Denkmodell

Vor den Details die große Idee. E-Book-Formate teilen sich in zwei Lager:

  • Umbrechende Formate (EPUB, MOBI, AZW3, FB2, TXT) speichern strukturierten Text, der sich neu anordnet, damit er auf Ihren Bildschirm und in Ihre Schriftgröße passt. Ideal für Romane am Handy.
  • Formate mit festem Layout (PDF) frieren die Seite genau so ein, wie sie gestaltet wurde. Ideal, wenn das Layout selbst der Inhalt ist.

Wenn Sie aus der Debatte EPUB gegen MOBI gegen AZW3 nur eines mitnehmen, dann dies: Es sind drei umbrechende Textformate mit unterschiedlicher Geschichte, und eine moderne Lese-App öffnet meist alle drei.

EPUB — der offene Standard

Herkunft: vom International Digital Publishing Forum geschaffen, ist EPUB das, was einem universellen E-Book-Standard am nächsten kommt.

Vorteile: offen, breit unterstützt, umbrechend, mit reicher Formatierung, Bildern und Funktionen für Barrierefreiheit. Der Standard für gemeinfreie Bibliotheken und die meisten Nicht-Kindle-Shops.

Nachteile: von älterer Kindle-Hardware nicht nativ unterstützt (das ändert sich). DRM-geschützte EPUBs aus manchen Shops brauchen weiterhin deren eigene App.

Geöffnet von: nahezu jeder Lese-App außer, historisch, Kindle. Siehe EPUB auf Android lesen.

MOBI — das alte Kindle-Format

Herkunft: auf dem Mobipocket-Format aufbauend, wurde MOBI zu einem frühen Standard von Amazons Kindle.

Vorteile: umbrechend und breit kompatibel mit älteren Readern und Konvertierungswerkzeugen.

Nachteile: weitgehend veraltet. Amazon selbst hat sich zugunsten neuerer Formate davon abgewandt, und MOBI kommt mit moderner Formatierung deutlich schlechter zurecht als EPUB. In älteren Sammlungen begegnen Ihnen MOBI-Dateien trotzdem noch.

Geöffnet von: vielen Drittanbieter-Readern, darunter Aurora Reader.

AZW3 — das neuere Kindle-Format

Herkunft: Amazons Nachfolger von MOBI (auch KF8 genannt), entworfen für reichere Formatierung: bessere Schriften, Stile und Layouts.

Vorteile: leistungsfähiger als MOBI, mit besserer Typografie und Struktur.

Nachteile: Es ist ein Amazon-Format, also bleiben DRM-geschützte AZW3-Dateien aus dem Kindle Store an dessen Ökosystem gebunden. DRM-freie AZW3-Dateien öffnen sich hingegen in kompatiblen Drittanbieter-Readern.

Geöffnet von: Kindle-Apps und mehreren Drittanbieter-Readern, darunter Aurora Reader (für DRM-freie Dateien).

FB2 — das strukturierte XML-Format

Herkunft: FictionBook (FB2) entstand in der russischsprachigen E-Book-Gemeinde und baut auf sauberem XML auf.

Vorteile: speichert gut strukturierte Metadaten und Text, was es leicht und einfach konvertierbar macht. Beliebt für Belletristik und große kostenlose Bibliotheken.

Nachteile: in westlichen Mainstream-Shops selten, die Unterstützung schwankt daher je nach App.

Geöffnet von: Readern mit ausdrücklicher FB2-Unterstützung, darunter Aurora Reader.

PDF — das Arbeitspferd des festen Layouts

Herkunft: von Adobe geschaffen, bewahrt PDF eine Seite genau so, wie sie gestaltet wurde.

Vorteile: perfekte Treue für Lehrbücher, Formulare, Comics und alles, wo das Layout zählt. Universell — öffnet sich fast überall.

Nachteile: Festes Layout bedeutet umständliches Zoomen am Handy, wenig Kontrolle über die Schrift und eine schwächere Vorlesefunktion. Für einen tieferen Blick lesen Sie EPUB oder PDF.

Geöffnet von: praktisch jedem Gerät und jeder App, auch Aurora Reader.

TXT — schlicht und einfach

Herkunft: die bescheidene reine Textdatei, so alt wie die Datenverarbeitung selbst.

Vorteile: überall kompatibel, winzige Dateigröße, vollkommen zukunftssicher. Es gibt nichts, was kaputtgehen könnte.

Nachteile: keine Formatierung, keine Bilder, keine Kapitel, keine Stile — nur roher Text. Ausreichend für einfache Dokumente und manche gemeinfreien Klassiker.

Geöffnet von: allem, auch Aurora Reader, der Ihre Schriften und Themen anwendet, damit reiner Text angenehm zu lesen ist.

Vergleichstabelle

FormatTypHerkunftAm besten fürDRM-Problem?
EPUBUmbrechendOffener Standard (IDPF)Die meisten Bücher, RomaneManchmal (shopgebunden)
MOBIUmbrechendMobipocket / früher KindleAlte Kindle-BibliothekenManchmal
AZW3UmbrechendAmazon (KF8)Neuere Kindle-DateienManchmal
FB2UmbrechendFictionBook (XML)Belletristik, Gratis-BibliothekenSelten
PDFFestAdobeLehrbücher, Formulare, ComicsSelten
TXTReiner TextUniversellEinfache DokumenteNein

Ein Wort zum Konvertieren

Liegt ein Buch in einem Format vor, das Ihr Reader nicht mag, können Sie es oft konvertieren. Kostenlose Desktop-Programme wie Calibre wandeln mit wenigen Klicks zwischen EPUB, MOBI, AZW3, FB2 und mehr um. Zwei ehrliche Einschränkungen:

  1. Konvertieren entfernt kein DRM. Eine shopgebundene Datei bleibt gebunden, egal wohin Sie sie konvertieren. Konvertieren funktioniert nur bei DRM-freien Büchern.
  2. Teile der Formatierung können verrutschen, besonders bei komplexen Layouts.

In den meisten Fällen ist der einfachste Weg nicht das Konvertieren, sondern ein Reader, der Ihr Format ohnehin öffnet.

Eine App, sechs Formate

Statt für jede Endung eine eigene App zu jonglieren, öffnet Aurora Reader alle sechs — EPUB, PDF, FB2, MOBI, AZW3 und TXT — in einer einzigen Bibliothek, mit 10 Themen, 7 Schriften und voller Anpassbarkeit. Importieren Sie über die Dateiauswahl oder per „Öffnen mit” aus jeder App; die eingebaute SHA-256-Duplikaterkennung hält Ihr Regal aufgeräumt.

Neugierig, wo Sie kostenlose Bücher für diese Bibliothek finden? Lesen Sie was OPDS ist und wie Sie legal an kostenlose E-Books kommen, oder stöbern Sie in weiteren Leitfäden im Blog. Aurora Reader ist kostenlos und werbefrei — hier herunterladen.

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